Superfood aus dem eigenen Garten

Dienstag, 30 August 2016

Was ist so super am Superfood?

Wenn man den Begriff „Superfood“ in eine bekannte Suchmaschine eingibt, werden 16.300.000 Suchergebnisse angezeigt. Man findet zahlreiche Aufzählungen dieser Lebensmittel im Internet - sehr häufig werden dabei die folgenden genannt: Açaí- und Goji-Beeren, Baobab, Chia-Samen, Matcha, Moringa, Spirulina und Chlorella.

Superfood“ scheint tatsächlich in aller Munde zu sein? Fast täglich begegnet uns dieser Begriff nun schon seit längerer Zeit, doch was ist „Superfood“ eigentlich und was macht dieses „Food“ so super? Ich habe als erstes einmal eine bekannte Enzyklopädie im Internet bemüht, um dort eine Definition zu finden: 

Superfood ist ein Marketingbegriff, der Lebensmittel mit angeblichen Gesundheitsvorteilen beschreibt. Oftmals beruhen die mit bestimmten Lebensmitteln in Verbindung gebrachten positiven gesundheitlichen Wirkungen auf tatsächlich wissenschaftlich erwiesenen Zusammenhängen. Allerdings ist es fraglich, wie sich solche wissenschaftlichen Erkenntnisse, die etwa unter Laborbedingungen, mit Tierversuchen oder unter Verabreichung sehr hohen Dosen erlangt wurden, auf echte Ernährungsweisen übertragen lassen.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Superfood).

Nach meiner Interpretation werden darunter also Lebensmittel verstanden, die einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben können, aber nicht haben müssen. Der Begriff selbst scheint jedoch nicht aus der Ernährungslehre zu stammen, sondern aus dem Bereich des Marketings. 

Ich habe mir dann auch die Frage gestellt, wie viele „Superfoods“ ich theoretisch essen müsste, um einen positiven Einfluss zu erzielen? Reichen da ein paar Chia-Samen auf dem morgendlichen Brötchen oder muss es schon die Schüssel Chia-Pudding zum Mittagessen sein? Dazu habe ich keine detaillierte Antwort gefunden, sage mir aber im Zweifelsfall: „ist lecker, auch ohne gesundheitlich positiven Effekt“. Es gibt natürlich auch zahlreiche Internet-Seiten (und natürlich auch andere Literatur), auf denen man nachlesen kann, welche Nährstoffe, Vitamine oder andere Inhaltsstoffe in den verschiedenen „Superfoods“ vorkommen. Sicherlich auch interessant, dort einfach einmal zu stöbern. 

Ein anderer Aspekt, der mich persönlich bisher davon abgehalten hat, die exotischen „Superfoods“ häufiger zu konsumieren, ist die folgende Frage: Wo kommen diese „Superfoods“ eigentlich her?: Die Chia-Pflanze stammt ursprünglich aus Mexiko und wächst am besten in den Subtropen oder Tropen, Açaí-Beeren sind die Früchte tropischer Palmen. Im Gegensatz dazu findet man Goji-Beeren, und die zugehörige Pflanze, den Bocksdorn, auch hierzulande (zumindest einige Arten). Nicht alle exotisch anmutenden „Superfoods“ wachsen also nur in tropischen oder subtropischen Ländern, sondern können auch in unseren Breitengraden ihren Ursprung haben. Führt man diesen Gedanken weiter, kommt man schnell zu der Frage: könnte ich dann nicht eigentlich auch mein „Superfood“ bei mir zuhause im Garten anbauen? Dann könnte man, mal eben schnell, draußen vor der Haustür sein selbst produziertes „Superfood“ ernten und müsste es nicht von anderen Kontinenten importieren lassen?! Und tatsächlich, es gibt dazu bereits Hilfen frei verfügbar im Internet, wie z.B. http://www.wayfair.de/tipps-und-ideen/Superfood

 Superfoods aus dem eigenen Garten

 Superfoods aus dem eigenen Garten

Hier begegnen einem dann auch für unsere Gärten typischere Gemüse- und Obst-Sorten. Die Seite bietet eine schöne Übersicht über die Nährstoffe/Inhaltsstoffe der verschiedenen als „Superfoods“ bezeichneten Lebensmittel, aber auch praktische Tipps zum Anbau: so wird der ideale Standort für jede Pflanze angegeben und ebenfalls der beste Zeitpunkt für die Aussaat/Pflanzen. Die Beurteilung des Anbau-Schweregrads ist hilfreich, wenn man sich vielleicht noch nicht so sehr mit dem Pflanzenanbau auskennt. So könnte man vielleicht erstmal mit den „sehr einfachen“ oder „einfachen“ Pflanzen beginnen.

Ich persönlich finde diese Seite sehr schön, da sie darauf aufmerksam macht, dass auch in den uns bereits wohlbekannten und regionalen Gemüse- und Obstsorten viele gesunde Inhaltsstoffe zu finden sind. Zu diesen Sorten gehören unter anderem Grünkohl und Spargel, Gemüse, das ich schon sehr früh als Kind kennen gelernt habe und das hier bei uns in der Region angebaut wird. Man muss also eigentlich gar nicht lange nach „Superfood“ suchen, es wächst direkt um die Ecke…

Außerdem lässt mich die Seite auch in Erinnerungen schwelgen, denn eigentlich waren für mich persönlich schon immer die selbst angebauten Lebensmittel „Super Food“: ich habe das große Glück, dass ich sehr viel von meinem Großvater über den eigenen Anbau im Garten gelernt habe. Schon als Kind durfte ich beim Säen, Einpflanzen und beim Ernten helfen. Es war einfach toll, die Pflanzen zu hegen und zu pflegen und dann irgendwann die Früchte seiner Arbeit zu genießen. Außerdem ist man bei der Gartenarbeit sehr viel an der frischen Luft und das Workout bekommt man beim Umgraben gleich mit dazu geschenkt (das hat damals allerdings mein Großvater übernommen). Für mich war es als Kind selbstverständlich, den Salat, die Kartoffeln oder den Kohl aus dem eigenen Garten zu „holen“ und die Himbeeren direkt vom Strauch zu essen. Ein Glück, dass sicherlich nicht jedem beschieden ist, da dies ja nun mal in der Stadt schwer möglich ist, da nicht jeder einen Garten oder Acker zur Verfügung hat. Aber auch hier könnte man ja vielleicht einfach mal „klein“ anfangen und sein persönliches "Superfood" anbauen: wie wäre es mit einer eigenen Basilikum-Pflanze auf dem Balkon? Viele Pflanzen gedeihen auch in Töpfen sehr gut und können somit auch auf kleinem Raum angepflanzt werden, Kräuter oder Tomaten eignen sich dazu ideal. Probiert es einfach mal aus!

Ich wünsche euch viel Freude beim Anbau und bei der Ernte Eures persönlichen „Superfoods“.

Herzlichst,
Eure Janine

Über den/die Autor/in:

Janine

Janine

Hallo Ihr Lieben,

ich bin Janine und ich lebe nun seit 1,5 Jahren in Mönchengladbach. Mit dem Umzug von Aachen nach Mönchengladbach hielt auch der Veganismus Einzug in meine Küche und mein Leben. Davor habe ich mich über 16 Jahre hinweg von der Pescetarierin (vegetarische Ernährung + Fisch) zur Vegetarierin hin entwickelt und lange Zeit ovo-lacto-vegetarisch gelebt. Seitdem ich mich auf dem Weg zur Veganerin befinde, habe ich viele Dinge über mich und meine Umwelt gelernt, aber es gibt auch viele Bereiche, die ich noch ergründen möchte. Mit jedem Schritt auf diesem Weg werde ich ein bisschen glücklicher...

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