Max & Fine 2

Montag, 01 August 2016

Henri haut ab

Max und Fine 2

Autor: Marco Mehring
Illustratorin: Kerstin Falkenstein
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
ISBN: 978 3 734515156

(erschienen: 19.04.2016; Hardcover; Seiten: 196; schwarz/weiß Illustrationen; Preis: 16,90 €; Altersempfehlung: ab 6 Jahren)

Endlich sind sie wieder da!
Das Mädchen Fine mit ihren kuhlen Freunden Luise und Max.
Max ist ein Kälbchen und Luise seine Mutter. Eigentlich war Max nur geboren worden, damit Luise Milch für die Menschen gibt. Aber Fine hat es geschafft, den Bauern Karl davon zu überzeugen, den Kühen die Milch nicht mehr wegzunehmen und aus seiner Milchwirtschaft ein Lebenshof für Kühe und andere Tiere zu gestalten. So musste Max dann doch nicht zum Schlachter. Der erste Teil, in dem das alles passierte, war schon ganz schön spannend.

Im zweiten Teil gewinnen Fine, Luise und Max neue Freunde. Fine ist mittlerweile sechs Jahre alt und steht kurz vor der Einschulung. Sie lernt den achtjährigen  Jungen Paul kennen, der seit kurzem im Dorf wohnt und bereits zur Schule geht.
Als sie alle vier einen Spaziergang durch den Wald machen, findet Max ein Hühnerküken – so ganz allein, mitten in einem Gebüsch.
Wo kommt es her und wie kommt es überhaupt dorthin?
Das fragen sie sich äußerst verwundert.
Erst einmal nehmen sie das Küken mit zu Fine nach Hause und nennen es Henri.

Max und Fine 2

Zu Hause erfährt Fine dann von ihren Eltern, was es mit dem elternlosen Küken wohl auf sich haben könnte: ganz in der Nähe des Waldes befindet sich eine Hühnerbrüterei – kein schöner Ort für Tiere, wie sich herausstellen wird.

Das können Fine, Paul, Luise und Max natürlich nicht auf sich ruhen lassen. So schmieden sie einen Plan, wie sie die Machenschaften des Brütereibetreibers Hohlmann aufdecken und an die Öffentlichkeit bringen können.
Aber sie scheinen nicht allein zu sein. Nachts treiben sich dort scheinbar zwielichtige Gestalten um die Anlage, Transporter fahren ständig dorthin und von dort weg. Außerdem benehmen sich die Erwachsenen ebenso geheimnisvoll.
Was geht da nur vor im Dorf und im Wald?

Der zweite Band über Max und Fine steht dem ersten an Spannung in nichts nach! Es ist schon ein wenig gruselig, muss ich gestehen, wie Fine und ihre Freunde sich da so nachts durch den Wald trauen und die Brüterei belauern.
Doch keine Sorge, auch dieser Band findet sein Happy End. Eine Lösung, wie ich sie mir im richtigen Leben bei so vielen Tierausbeuterbetrieben wünsche!

Max und Fine 2

In diesem Band wird unser Eierkonsum und seine fatalen Auswirkungen für die Hühner thematisiert und wieder einmal in eine großartige Geschichte gepackt. Ergänzt wird die Geschichte mit den realen Zusammenhängen unserer Gesellschaft und unseres Zeitgeschehens. Zudem  befinden sich im Anhang dieses Bandes leckere, vegane Rezepte, die wirklich einfach zu zubereiten sind. So können Erwachsene, die mit ihren Kindern am Abenteuer von Max und Luise teilgenommen haben, gleich tierleidfreie Alternativen ausprobieren und somit erfahren, wie schmackhaft vegane Ernährung sein kann.

Diese Ausgabe ist – im Gegensatz zum ersten Teil – als Hardcover erschienen und durch seinen Sachanteil wesentlich umfangreicher. So eignet sie sich allerbestens als Schullektüre und für Schulbibliotheken.
Für diese Empfehlung möchte ich auch einmal ein großes Kompliment an die Illustratorin Kerstin Falkenstein aussprechen. Die Zeichnungen sind so niedlich, liebevoll und kindgerecht!
Kinder können sich dadurch noch besser in die Geschichte und die Charaktere hineinversetzen.
Absolut, durch und durch gelungen, kann ich dazu nur sagen!

Ich freue mich sehr über diesen neuen Band und darf schon verraten, dass es nicht der letzte sein wird.

Über den/die Autor/in:

Linda

Linda

Hey, ich bin Linda. 1979 wurde ich in Berlin geboren und auch nachdem meine Familie mit mir 1989 nach Nordrhein Westfalen zog, wo ich auch immer noch lebe, schlägt in mir ein Berliner Herz, was man deutlich hören kann, sobald ich mich aufrege. Seitdem ich meiner selbst bewusst bin, gehört meine Liebe und die Wertschätzung der Tiere als gleichberechtigte Lebewesen für mich zu meiner Welt dazu.

Und doch brauchte es rund 35 Jahre, ehe ich im Jahre 2014 erkannte, dass ich mit der veganen Lebensweise endlich selbst meinen eigenen Anteil am Unrecht, den wir Menschen tagtäglich an den Tieren begehen, auf ein unvermeidliches Minimum reduzieren kann....

Kommentare (1)

  • stuckenberger renate

    stuckenberger renate

    22 Oktober 2016 um 05:49 |
    Menschen sind verantwortungslos gegenüber den Tieren,vor allem unseren sogenannten Nutztieren.Auf Fleisch und Milch zu verzichten ist bei etwas gutem Willen kein Problem

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